!
!
overall_rot
Informationen zum disana Wollwalk

Unsere Walkstoffe sind sehr weich und leicht und bieten so einen hohen Tragekomfort. Gleichzeitig schützen sie vor Kälte, sind nahezu winddicht und gleichen sowohl hohe wie niedrige Temperaturen aus.

Um sie möglichst umweltschonend und hautverträglich herzustellen, wird bei der Herstellung nur Wasser, Wärme und ein wenig Seife angewandt. Auf zusätzliche Chemikalien verzichten wir ganz bewußt. So gefertigt entsprechen alle disana Walkstoffe den hohen Anforderungen Global Organic Textile Standart.

Beim Walken werden tausende kleiner Luftkammern im Walkstoff eingeschlossen. Sie bilden einen ganz natürlichen Puffer gegen Hitze und Kälte und sorgen so für eine einzigartige, natürliche Behaglichkeit. Dabei kann die Haut frei atmen – ein Komfort, den keine noch so ausgefeilte Chemiefaser bieten kann.

Wo l l wa l k  –  e i n e  u ra l t e  G e s c h i c ht e

Bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt spielte Schafwolle bei der Bekleidung der Menschen eine wichtige Rolle. Das Verspinnen von Wollhaaren kannte man schon in der Jungsteinzeit. Im Laufe der Jahrhunderte machte die Erfindung des Handspinnrads und später der Spinnmaschinen die Verwandlung von Rohwolle in Wollgarn immer leichter.

Zur Zeit der Pharaonen entdeckten die Ägypter, dass man Wollstoffe durch Stampfen in großen Gefäßen, gefüllt mit Wasser und Dung verdichten konnte.

Auch nördlich der Alpen war das Walken bekannt. Dort stampfte man Stoffe mit Füßen oder Mörsern in Gefäßen mit warmem Wasser und setzte Torf oder Walkerde aus Vulkangestein bei.

Im späten Mittelalter wurde das Walken dann meist von wassergetriebenen Mühlen übernommen. Vom Wasserrad bewegt, stampften übereinander gelegte Bretter dabei den Stoff über Stunden in einem Walktrog. Das Ergebnis war ein in Länge und Breite bis zu 50 Prozent eingelaufener Stoff.

Bergbauern aus den Alpen waren wahrscheinlich die „Erfinder“ von Walkstoff, wie wir ihn von der Trachtenmode her kennen. Sie entdeckten, daß beim Waschen verfilzte Wollkleidungsstücke mehr Schutz vor Wind und Wetter boten als zuvor. Sie nutzten die Walktechnik, um gestrickte und gewebte Kleidung wetterfest und strapazierfähig zu machen.

D i e  H e r s t e l l u n g  h e u t e
Heutzutage verwendet man bei der Herstellung von Walkstoffen große Spezialmaschinen, ähnlich einer Waschmaschine. Unter dem Einfluß von Wasser, Wärme und Reibung bricht die Schuppenstruktur der Wollfaser auf. Die im Stoff nebeneinander liegenden Fasern verhaken sich und ziehen sich zusammen. Die Wolle verfilzt und der Stoff geht in Länge und Breite fast um die Hälfte ein.

Auf einem Spannrahmen wird der Stoff abermals durch Wärme und Feuchtigkeit geglättet, gerade ausgerichtet und getrocknet. Der so fixierte Walkstoff ist damit vor nachträglichem Eingehen durch Nässe geschützt. So ausgerüstet ist unser disana Wollwalkstoff nun bereit für die Konfektion - also zur Verarbeitung zu disana Jacken, Overalls, Mützen und vielem mehr.

Wa l k  –  d i e   E i g e n s c h a ft e n

Walken verleiht dem Wollstoff Eigenschaften, die die Vorteile einer reinen Naturfaser mit den Klimaansprüchen an moderne Kleidung verbindet. Wie ein Wärmepuffer wirken die eingeschlossenen Luftkammern und halten die Temperaturen im Innern eines Walkartikels nahezu konstant. Selbst bei Regen oder gar Schnee ist Walk ein ausgezeichneter Wetterschutz, da die verfilzte Wolle Tropfen ganz einfach von der Oberfläche abperlen läßt. Zusätzlich kann Schurwolle fast die Hälfte ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich dabei feucht anzufühlen.

Walkstoffe sind besonders strapazierfähig, da das Verfilzen die natürliche Dehnungsund Scheuerbeständigkeit der Wolle wesentlich erhöht. Dabei bleibt der Walkstoff ganz anschmiegsam und bequem, denn anders als Filz oder Loden läßt sich Walkstoff in alle Richtungen dehnen. Wie weich und anschmiegsam ein Walkstoff wird, hängt zum großen Teil von der verwendeten Wolle ab. Wir verarbeiten eine besonders feine Merinowolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung aus Argentinien.

Aber auch die Technik, in der der Stoff gestrickt wird und natürlich der Walkvorgang selbst, tragen zum guten Gelingen des Walkstoffes bei. Viele der dabei angewandten Verfahren sind ein gut gehütetes Geheimnis, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.

S o   p f l e g e n   S i e   I h re   Wa l ka r t i ke l

Als reines Naturprodukt sollte Wollwalk nur ganz sanft gereinigt werden. Natürliches Wollfett, das Lanolin, umhüllt jede einzelne Wollfaser und schützt sie so vor Schmutz und Umwelteinflüssen. Auf diesem natürlichen Schutz basiert die einfache Pflege aller disana Wollartikel. Ist ein Wollwalkartikel nur leicht verschmutzt, reicht es vollkommen aus, ihn auszuschütteln oder ganz vorsichtig auszubürsten.Um ein Walkkleidungsstück von unerwünschten Gerüchen zu befreien, sollten Sie es über Nacht zum Lüften an die frische Luft hängen. Dort sorgt die Luftfeuchtigkeit dafür, dass lästige Gerüche verschwinden. Außerdem glätten sich auch Falten – dank der hohen Elastizität und dem „Selbstreinigungseffekt“ reiner Wolle.

Muß ein Walkstück doch einmal gewaschen werden, dann sind Wollartikel immer als Handwäsche oder kalt im Wollwaschgang der Waschmaschine zu reinigen. Den Walkartikel am besten auf links drehen und ein Wollshampoo verwenden.  Beim Waschen den Wollartikel nicht wringen, drücken oder reiben. Nur sanft durchdrücken und ganz kurz im Wasser lassen.

Zum Trocknen wird der Walkartikel flach auf einem Frotteehandtuch ausgebreitet und liegend getrocknet. Auf keinen Fall darf man einen Wollartikel im Trockner trocknen.

Quelle: http://www.disana.de